rPETG vs. rPLA: Welches recycelte Filament ist besser für deinen 3D-Drucker?

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Welches recycelte Filament passt zu dir?

Wer den ökologischen Fußabdruck seiner FDM-Drucke reduzieren möchte, steht schnell vor der Frage: rPLA oder rPETG? Beide Materialien nutzen recycelten Rohstoff, eignen sich aber für unterschiedliche Anwendungsfälle. Kurzfassung: rPETG ist hitzebeständig und mechanisch belastbar; rPLA lässt sich leichter drucken und eignet sich für weniger beanspruchte Teile.

Recyceltes PETG (rPETG) ist stabil, hitzebeständig und ideal für funktionale Bauteile.6 Recyceltes PLA (rPLA) ist biologisch abbaubar, druckfreundlich und bestens geeignet für Prototypen.6 Im Jahr 2026 sind beide Materialien zugänglicher denn je.1

Warum rPETG eine starke Wahl für nachhaltigen 3D-Druck ist

Die Recyclingfähigkeit und Langlebigkeit von PETG machen es zu einem wertvollen Werkstoff in der 3D-Druckwelt.1 Wenn dieses Material aus recycelten Quellen stammt, werden gleichzeitig Kunststoffabfälle reduziert und kostengünstige Materialien für die additive Fertigung bereitgestellt.3

Ein bewährter Recyclingweg verwandelt weggeworfene PET-Kunststoffflaschen in brauchbares 1,75-mm-Filament für handelsübliche 3D-Drucker.3 Dieses Verfahren löst zwei Probleme auf einmal: Plastikabfälle werden verwertet und wirtschaftliche Werkstoffe für die additive Fertigung entstehen.3

Recycelte Kunststoffgranulate werden gereinigt, aufbereitet und eingeschmolzen, um FDM-kompatibles Filament herzustellen.6 rPETG ist dabei die robuste, hitzebeständige Variante in dieser Recyclingkette.6

rPETG vs. rPLA: Die wichtigsten Unterschiede

PETG ist anspruchsvoller im Druck als PLA.1 Das ist der ehrliche Kompromiss: bessere mechanische und thermische Eigenschaften, aber höhere Anforderungen an Druckeinstellungen und Erfahrung.1

rPLA punktet bei der Druckeinfachheit. Es ist biologisch abbaubar und ideal für Prototypen.6 Wer ein Design austestet oder einen Prototyp erstellt, ist mit rPLA gut bedient.6

rPETG punktet bei der Belastbarkeit. Es ist stabil und geeignet für funktionale, mechanisch beanspruchte Bauteile.6 Teile, die Stress, Wärme oder wiederholter Belastung ausgesetzt sind, sind bessere Kandidaten für rPETG.

Druckeinstellungen und praktische Tipps

PETG hat geometrische Einschränkungen. Überhänge unter 45° benötigen Stützstrukturen, und Oberflächen, die auf Supports aufliegen, werden nicht so glatt wie frei gedruckte Flächen.5 Die Bauteilausrichtung sollte so gewählt werden, dass diese Winkel minimiert werden.

Das Entfernen von Stützstrukturen ist bei PETG kniffliger: Supports an Kanten, Löchern und Ecken lassen sich schwer ablösen.5 Das sollte beim Design berücksichtigt werden — Innenecken wenn möglich fasen und enge Bohrungen nicht direkt an Supportflächen platzieren.

Recyceltes PET-Filament aus Flaschen wird auf einen Durchmesser von 1,75 mm verarbeitet, der zu Standard-FDM-Druckern passt.3 Diese Kompatibilität bedeutet, dass rPETG-Filament mit den gängigen FDM-Druckern verwendet werden kann.3

Nachhaltigkeit im FDM-Druck: Was steckt dahinter?

Forschungen zum nachhaltigen 3D-Druck untersuchen, wie Füllmuster und Schichtdicke das mechanische Verhalten von recycelten PET-Drucken beeinflussen.2 Dabei zeigt sich: Die Infill-Architektur beeinflusst die mechanischen Eigenschaften von recycelten PET-Drucken direkt.2

Ein Druck mit geringem Infill verbraucht weniger Filament. Kombiniert mit recyceltem Material wie rPETG potenziert sich die Materialeinsparung. Die Konstruktionsentscheidungen im Slicer wirken sich direkt darauf aus, wie viel Bedarf an Neukunststoff verdrängt wird.

Zu den gängigen recycelten Filamenttypen für FDM gehören rPLA, rABS und rPETG.6 Alle drei als recycelte Varianten zu haben, bietet eine breite Palette an Materialeigenschaften — vom leicht druckbaren rPLA über das robuste rABS bis hin zum belastbaren rPETG — für unterschiedlichste Anwendungen.6

Entscheidungsmatrix: rPLA vs. rPETG

KriteriumrPLArPETGDruckschwierigkeitEinfachMittelBeste VerwendungPrototypenMechanische, funktionale BauteileHitzebeständigkeitNiedrigHochBiologisch abbaubarJaNeinRecycelte QuelleJa (rPLA)Ja (rPETG aus PET)Supports entfernenEinfacherSchwieriger an Kanten/Löchern

Vor- und Nachteile

rPLA

  • Vorteil: Biologisch abbaubarer Rohstoff6
  • Vorteil: Einfach zu drucken, gut für Prototypen6
  • Nachteil: Nicht besonders stabil oder schlagzäh — geeignet für wenig beanspruchte Teile6
  • Nachteil: Nicht geeignet für Wärme- oder Belastungsanwendungen

rPETG

  • Vorteil: Stabil und hitzebeständig6
  • Vorteil: Ideal für mechanische Bauteile6
  • Vorteil: Recyclingfähigkeit macht es zu einem wertvollen Werkstoff im 3D-Druck1
  • Nachteil: Anspruchsvoller im Druck1
  • Nachteil: Supports an Kanten und Ecken schwer zu entfernen5

Was solltest du wählen?

Greif zu rPLA, wenn du Prototypen druckst oder Objekte ohne hohe Festigkeitsanforderungen benötigst.6 Es ist biologisch abbaubar und einfach zu verarbeiten.6

Greif zu rPETG, wenn das Bauteil mechanischer Belastung oder höheren Temperaturen standhalten muss — und wenn du die Nachhaltigkeit von recyceltem PET nutzen möchtest, dem gleichen Polymer, das aus Plastikflaschen gewonnen wird.3 Beide Materialien sind für Standard-FDM-Drucker geeignet.1

Der Nachhaltigkeitsaspekt von rPETG ist klar: Du erhältst ein robustes, funktionales Filament und sorgst gleichzeitig dafür, dass PET-Abfall nicht in der Verbrennung oder Deponie landet.3 Für den FDM-Druck ist das ein praktischer Gewinn — das Filament entspricht dem verbreiteten 1,75-mm-Standard der meisten Desktop-Drucker.3

Quellen / Referenzen

  1. PETG vs PLA: Key Differences, Strength, and How to Choose (wevolver.com)
  2. Sustainable 3D Printing of Recycled PET: Influence of Infill Architecture and Layer Thickness on Mechanical Behavior (doi.org)
  3. Recycling PET Bottles into Usable Filament for FDM 3D ... (techrxiv.org)
  4. rPET: Sustainable 3D Printing with Recycled Material (sculpteo.com)
  5. Recycled Plastic Pellets for 3D Printing Filament (recyclingtoday.org)